goblor grübelt

Ein unabhängiges Denker-Blog aus Karlsruhe
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Friday 30.07.2010
  Staat  

Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts erschafft komplett neue Möglichkeiten für die Polizei. Einfach mal Hausdurchsuchung machen – die Beweise für den Richter, der die genehmigt können auch gefälscht sein oder der Richter aus Zeitdruck einfach mal schnell unterschreiben – und den dabei hoffentlich gefundenen Grund für eine Anklage nutzen. Dass die Durchsuchung hinterher als rechtswidrig anerkannt wird, ist kein Grund die dabei gefundenen Beweisstücke nicht verwerten zu dürfen.

Es ist der Polizei damit praktisch möglich, jeden in den Knast zu bringen oder zumindest in berechtigte Existenzängste zu stürzen. Weiterlesen…

Der Spiegel schreibt wohl, dass die Krise zu Ende sei und bezieht sich da auf das Bundeswirtschaftsministerium. Nehmen wir mal an, das stimmt: Was für ein exzellentes Timing.

Es ist Wahlkampf und die Politiker im Amt haben durch hervorragendes Krisen-Management den Untergang des Abendlandes abgewendet. Wen sollte man also im Herbst wohl wählen? Ich seh sie alle schon stehen in Siegerpose, wie damals unser alter Kumpel Gerhard Schröder nach dem Elb-Hochwasser. Die Fäuste geballt und in die Luft gestreckt. Weiterlesen…

Interessanter Artikel über das Verhalten der Staatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst. Zusammengefasst: “Hilf uns bei Geheimoperationen und dir passiert nichts.”

Klaus-Erich Kremer wollte nicht helfen. Daraufhin wurde wegen angeblich illegalem Waffenexport gegen ihn ermittelt. Dann wurde das Verfahren mangels Tatverdacht eingestellt und ein Gericht sprach ihm eine Entschädigung zu. Kaum wollte Kremer die Entschädigung in Anspruch nehmen, wurde das Verfahren wiederaufgenommen. Weiterlesen…

Vor ein paar Tagen wurden mal wieder 3 Soldaten beim Afghanistan-Einsatz im Gefecht getötet. Im Vergleich zu den Amerikanern hat Deutschland nach wie vor nur wenige Verluste zu beklagen. Tote sind es trotzdem – unnötige Tote. Afghanistan ist ein vom Krieg beherrschtes Land und “wir Deutschen” “befrieden” es. Oder anders und ehrlich ausgedrückt: Wir besetzen es. Weiterlesen…

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Vor 7 Tagen wurde der Vertrag zum Sperren von Kinderpornografie mit den Providern unterschrieben. Gestern ging das zugehörige Gesetz durchs Kabinett, noch nicht mal durch den Bundestag, was aber ja nur Formsache ist, bei einer großen Koalition. Im Gesetz steht schon nichts mehr von Kinderpornographie. Heute kommen die Forderungen, dass man auch noch ein klein wenig was anderes Sperren könnte:

  • Glücksspiel (Heinrich Sievers, Leiter des Referats Glücksspiel im Hessischen Innenministerium)
  • Angebote, die das Urheberrecht verletzen (Christian Sprang, Leiter der Rechtsabteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels)
  • Angebote, die im Ausland sitzen (auch Sprang)

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Ich will es ja nicht ganz glauben, was ich da lese, aber der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. besser bekannt als BITKOM begrüßt die Internetsperren gegen Kinderpronographie.

Der Präsident des BITKOM August-Wilhelm Scheer sagte laut silicon.de: “Zwar können die Sperren mit etwas Geschick und krimineller Energie umgangen werden” aber der Zugang würde erschwert indem man potenziellen Nutzern von Kinderpornografie ein Stoppschild zeige. Weiterlesen…

Das Bundeskabinett hat heute beschlossen, dass Banken in Notlage in Zukunft verstaatlicht werden können. Das Gesetz muss noch durch den Bundestag, aber das ist in Zeiten einer großen Koalition ja eher Formsache.

Die Aktionäre, Aktionärsschützer und die FDP gehen jetzt natürlich auf die Barrikaden, aber eine Enteignung in Deutschland ist auch immer mit einer Entschädigung verbunden.
Das ist doch eigentlich ein Glücksfall für die Eigentümer einer Pleitebank. Beim Beispiel Hypo Real Estate wurden inzwischen 100 Milliarden Euro staatliche Garantien geleistet, ansonsten wär die Bank längst pleite. D.h. der Steuerzahler hat den jetzigen Aktionären im Endeffekt einen riesigen Kredit eingeräumt. Hätte er dies nicht getan, wären die Papiere der Bank noch weniger wert, weil sie damit insolvent wäre. Würde man die Bank jetzt verstaatlichen und Entschädigungen zahlen, bekämen die Besitzer wenigstens überhaupt noch etwas. Weiterlesen…

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