Warum das Kartellamt keine Innovationsbremse ist – kein Hulu für Deutschland

Es sollte das deutsche Hulu werden, doch die beiden Sendergruppen ProSieben Sat.1 Media und RTL wurden vom Kartellamt ausgebremst. Ihre geplante gemeinsame werbefinanzierte Videoplattform wurde so nicht genehmigt. Auf den ersten Blick ist das ziemlich schade, weil den deutschen Internetnutzern damit eine Möglichkeit entgeht Fernsehinhalte dann zu sehen, wenn sie Zeit haben und nicht, wenn sie gerade ausgestrahlt werden.

In seiner Pressemitteilung erklärt das Bundeskartellamt

“Nach dem vorläufigen Ergebnis der Überprüfung ist das Bundeskartellamt der Auffassung, dass die Gründung der gemeinsamen Plattform in der konkret geplanten Form das nach wie vor bestehende marktbeherrschende Duopol der beiden Sendergruppen auf dem Markt für Fernsehwerbung weiter verstärken würde.”

Diese Erkenntnis ist zweifelsohne richtig. Im Moment teilen sich den werbefinanzierten privaten Fernsehmarkt genau diese beiden Firmen. Die Einstiegshürden in den Fernseh-Markt sind bereits jetzt sehr hoch und es erscheint fast unmöglich einen ökonomisch erfolgreichen neuen Kanal zu etablieren. Mit einer derartigen Videoplattform würden die beiden Mitspieler die Situation für sich weiter stabilisieren.

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Quoten, Quoten, Quoten

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