Blockade des Castor-Transports in Karlsruhe-Neureut wird geräumt
Nach 4 polizeilichen Aufforderungen zur freiwilligen Räumung der Gleise um 1:03 Uhr, 1:10 Uhr, 1:17 Uhr und 1:20 Uhr wurde die Nachttanzblockade von Atomkraftgegnern auf den Straßenbahngleisen in Karlsruhe-Neureut ab 1:24 Uhr geräumt.
Die Räumung verlief im großen und ganzen friedlich. Die meisten Demonstranten wurden von den Einsatzkräften weggetragen. Berichten zufolge gab es jedoch in der Gefangenensammelstelle einen Einsatz von Pfefferspray.
Die Demonstration war von der Stadt Karlsruhe verboten worden. Auch Eilanträge gegen das Demonstrationsverbot in direkter Umgebung der Gleise wurden von Richtern in Mannheim abgelehnt.
Atomkraft-Gegner blockieren Schienen in Karlsruhe-Neureut
Seit etwa einer Stunde sind die Straßenbahngleise in Karlsruhe-Neureut im Rahmen der Aktion Nachttanzblockade von etwa 700 Atomkraft-Gegnern besetzt, die Polizei hält sich noch zurück, die Zahl der Beamten steigt aber stetig. Der Start des Castor-Transports aus dem KIT Campus Nord (vormals Kern-Forschungszentrum Karlsruhe) in Richtung Lubmin wird für heute Nacht erwartet.
Auf Twitter kann die Aktion über den Hash-Tag “#castor” verfolgt werden. Es gibt eine live Video-Übertragung direkt von den Gleisen. Auf dem Video ist zwar auf Grund der Dunkelheit wenig zu sehen, es wurde aber erst gerade eben erwähnt, dass es einen kleineren Tumult gab, nachdem angeblich ein Atomkraftgegner von Polizei-Beamten geschlagen worden war.
Weiterhin kein IKEA im Großraum Karlsruhe
Irgendwie ist die Wirtschaftspolitik manchmal schon verwunderlich. Der Gemeinderat hat die Ansiedlung von IKEA in Karlsruhe vor einigen Jahren bereits verhindert. Also wurde seitens des Möbelhauses beschlossen, man könnte es in Rastatt versuchen. Das ist nun vor dem Verwaltungsgericht Leipzig gescheitert.
Grund: Weil ein so großes Einkaufszentrum viel Verkehr macht, belastet das die Umwelt zu sehr und es darf deshalb nur in einem sogenannten Oberzentrum genehmigt werden.
Wenn man sich das mal genauer besieht, ist diese Regelung im Falle von IKEA ziemlich ungeschickt. Momentan müssen Karslruher Interessenten der schwedischen Möbel nach Walldorf oder Sindelfingen fahren. Das ist eine deutlich weitere Strecke, als nach Rastatt.
Weiterer Grund: IKEA macht den Einzelhandel kaputt. Wie das in der Realität in Rastatt aussieht weiß ich nicht. In Karlsruhe ist die Einzelhandels-Konkurrenz aber eher überschaubar. Da ist der Mann Mobilia, der preislich eher Teil des Premium-Segments sein dürfte und einige edle Möbelgeschäfte in der Innenstadt. Der einzige Laden, dem wirklich Konkurrenz gemacht würde, dürfte Möbel-Roller sein. Aber dann wird ein kleines Geschäft durch ein größeres mit mehr Mitarbeitern ersetzt.
Aus Karlsruher Sicht ist mir nach wie vor nicht verständlich, warum IKEA hier nicht gewollt ist. Fahren die Käufer eben nach Walldorf und erhöhen dort die Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Aus Bürgersicht täte Mann Mobilia auch ein wenig Konkurrenz gut. Vielleicht senkt das die Preise.
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