Was ist schlimmer als ein Bahn-Streik?

Ein Bahn-Streik ohne Informationen, welche Züge fahren und welche nicht.

In einer, wohl nicht nur in meinen Gedanken existierenden, Fantasie-Welt ist es gar nicht so schwierig:

  1. Eine Lokführer-Gewerkschaft kündigt an, morgens zwischen 6 Uhr und 8 Uhr zu streiken. Die Verkehrsgesellschaften informieren daraufhin die Fahrgäste unter Nutzung aller Medien (Zeitungen, Radio, Internet, TV) über diese Ankündigung.
  2. Es ist 6 Uhr morgens und einige Züge bleiben im Bahnhof stehen.
  3. Spätestens 10 Minuten später weiß die Leitstelle des Unternehmens, wo welcher Zug steht und stellt Informationen zu fahrenden und nichtfahrenden Zügen auf allen möglichen kurzfristigen Wegen zur Verfügung. – Das Internet bzw. die Firmenhomepage ist heute wohl die erste und schnellste Anlaufstelle für den Kunden. Eine Hotline deckt den Informationsweg für die wenigen Menschen ohne Internetzugriff ab. Im Optimalfall wird nichtstreikendes Büropersonal mit Informationen zumindest an stark frequentierte Haltestellen geschickt. In den Verkehrsnachrichten des regionalen Radiosenders wird zumindest informiert, auf welchen Linien Probleme auftreten, wenn schon nicht über einzelne Züge informiert werden kann.
  4. Es ist 8 Uhr, der Streik endet und die Züge rollen wieder.
  5. Nur wenige Minuten später sind die aktualisierten Fahrpläne über Hotline und Homepage verfügbar.

Die Realität sieht leider anders aus: Den ganzen Beitrag lesen

Schweigeminuten und Bahnverspätungen

In der Schule gabs die immer, weil man sich ein bissel Zeit ohne Unterricht rausschinden wollte, aber wozu gabs die heute 10:00 Uhr?

Offiziell wurde in Baden-Württemberg eine Minute der Opfer des Amoklaufs von Winnenden gedacht. Auch der KVV hat sich daran beteiligt. Das sah dann so aus, dass alle Bahnen für eine Minute (oder länger) an einer Haltestelle stehen blieben und nicht weiterfuhren. Die Ruhe wurde durch zwei rauschende und knackende Durchsagen unterbrochen, dass geschwiegen werde. Den ganzen Beitrag lesen

“Ich hab heut’ ein Blinddate”

Ich fahre ja gerne Zug, gestern Abend gabs wieder so eine Begebenheit, die einem dabei passieren kann.

Ich warte mit meiner McDonalds-ZumMitnehmen-Tüte auf dem Bänkchen am Bahnsteig von Gleis 9 in Karlsruhe. Einige Minuten später setzt sich ein Mann um die dreißig auf das andere Ende Bank. Er ist sichtlich nervös. Kann nicht ruhig sitzen, steht zwischendurch nochmal auf, kommt dann aber wieder zurück.

“Auf Gleis 9 fährt in Kürze ein, der Inter-City 2066 aus Nürnberg. Dieser Zug fährt um 17:06 als Inter-City 2163 über Stuttgart zurück nach Nürnberg.” Den ganzen Beitrag lesen