MyTaxi – schneller als die Taxizentrale
Das Startup MyTaxi bietet Taxifahrern und -Kunden einen neuen Service, der wie ich finde wirklich interessant ist:
Das Taxi wird nicht mehr per telefonisch, sondern über eine App im iPhone oder Android-Smartphone bestellt. Es bietet eine ungefähre Preisberechnung für die Strecke und das nächste Taxi wird auf Knopfdruck angefordert. Momentan gibt es den Service erst in Hamburg und Köln/Bonn, er soll aber weiter ausgedehnt werden.
Jürgen Vielmeier schreibt, noch gäbe es einige Schwächen, aber die Technik sei bereits einsetzbar. Mir fehlt im Funktionsumfang noch eine Funktion, dass Taxifahrer ihre Kunden in einer umgekehrten Auktion Preis ersteigern können. Vermutlich wird das jedoch problematisch, weil örtliche Taxifahrer es vergleichsweise leicht haben, durch ein Kartell die Preise hoch zu halten.
Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Interaktive Apps, die mehrere öffentliche Transportmittel beinhalten und über die Position von verspäteten Bussen und Bahnen informiert sind, sind längst überfällig und sollten technisch auch realisierbar sein.
Wie Wikipedia doch zitierfähig wird
Hermann Rückert stört sich in einem Artikel für Telepolis daran, dass durch Book-On-Demand neuerdings z.B. bei Amazon qualitativ extrem schlechte Stoffsammlungen aus Wikipedia und sonstigen urheberrechtsfreien (z.B. von alterswegen) gedruckt angeboten werden. Aus Sicht von Schülern und Studenten ist das aber eine hervorragende Sache:
Die Nutzung der Wikipedia ist für viele Arbeiten nicht gestattet (nichtmal mit Angabe von Datum und Uhrzeit). Wenn man nun aber einfach ein gedrucktes Exemplar bestellt und als Quelle nutzt, ist alles wieder paletti.
Damit wäre dann auch gleich die Frage geklärt, wo der Markt für ausgedruckte Wikipedia-Versionen liegt: In etwa da, wo man auch Abi-Klausur-Sammlungen los wird.
Gruppendynamik oder der studentische Mob
Heute morgen ging am KIT die Vorlesungszeit dieses Semesters los. Natürlich mit mindestens so viel Chaos, wie man sich das zum Semesterbeginn vorstellt.
Pünktlich um 9:45 warten ca. 20 Studenten auf den Dozenten der ersten Übung, der aber offenbar nicht erscheinen will. Dank moderner mobiler Internettechnik und Zufall findet einer der Wartenden dann heraus, dass auf der Institutswebsite (nicht auf dem offiziellen Studierendenportal) ein Hinweis versteckt wurde:”Vorlesung Spieltheorie I: Die Übung am 12.04. findet statt (ausnahmensweise im Rechenzentrum, Raum 217). Es werden organisatorische Themen besprochen.”
Die Truppe marschiert also schnurstracks in den angegebenen Ausnahmsweise-Raum, um beim Betreten des stickigen Raumes vor 6 freien Plätzen und ca. 50 weiteren Studenten zu stehen. Den ganzen Beitrag lesen
26. Chaos Computer Congress – Here be Dragons
Vom 27. bis 29. Dezember waren wir auf dem 26C3 in Berlin. War spannend und war anstrengend. 12 Stunden Vorlesungen fast ohne Unterbrechung hört man normalerweise eher selten, aber meist sind sie dann auch nicht so interessant wie hier.
Die Zugfahrt am 26. gestaltete sich als recht angenehm. – Für mich ein Mal umsteigen von Hechingen nach Berlin. Das Hotel lag direkt am Hauptbahnhof – nur über die Straße und man konnte im Prinzip überall in der Innenstadt hinlaufen. Die S-Bahnen fuhren auf unserer Strecke (Hauptbahnhof – Alexanderplatz), was ja in Berlin wohl nicht gerade sicher ist.
Wir waren zwar am 27. rechtzeitig morgens vor 11 Uhr da, aber Viertageskarten für den kompletten Kongress waren zu diesem Zeitpunkt ausverkauft. Blieb uns also nur übrig eine Tages-Karte zu kaufen. Abends gab es dann plötzlich und unerwartet doch nochmal ein Viertages-Kontingent. Den ganzen Beitrag lesen





