Drohnen als Paketlieferant

Pakete 30 Minuten nach der Bestellung per Minihubschrauber aus der Luft geliefert bekommen. So stellt sich Amazon-Chef Jeff Bezos den Onlinhandel der Zukunft vor.
Die Onlinemedien berichteten begeistert von dieser Idee. Es gab jedoch auch einige, die vor allem einen erfolgreichen PR-Stunt in der umsatzstärksten Woche des amerikanischen Einzelhandels sahen, ohne ernsthafte Realisierungschancen.

Der Verdacht liegt zumindest nahe und der Termin der Veröffentlichung ist sicherlich nicht zufällig gewählt.  Einige Tage später wurde dann aber auch über UPS gemeldet, dass bereits mit einer Drohnenflotte experimentiert würde. Zuletzt kam die Deutsche Post mit einem Video dazu an die Öffentlichkeit.

Auf den ersten Blick wirkt die Idee unmöglich umsetzbar. Wie soll das funktionieren, wenn der ganze Luftraum voller Drohnen ist? Und wo sollen die Geräte in den Städten landen? Genauer betrachtet scheint es für viele Bedenken jedoch durchaus Lösungsansätze zu geben. Den ganzen Beitrag lesen

Die Sache mit den Rich Snippets

Rich Snippets gelten seit einiger Zeit als modernes Instrument für Suchmaschinenoptimierung. Sie haben aber auch einige Nachteile, die selten beleuchtet werden. Diesem Umstand soll hier Abhilfe geschaffen werden.

Mit seinen Crawlern zieht Google kontinuierlich Informationen von Webseiten ab und verleibt sie sich ein. Das ist natürlich notwendig, um überhaupt eine Suche auf einem Index umsetzen zu können.

Seit Ende Herbst 2010 unterstützt Google sogenannte Rich Snippets. Mit ihnen ist es möglich die Daten einer Webseite semantisch zu strukturieren und ihnen damit eine für Maschinen verständliche Bedeutung zu geben. Weil Google mit Rich Snippets angefütterte Webseiten in den Suchergebnissen auffälliger darstellt, liegt es für Webseiten-Betreiber nahe, ihre Daten in solch strukturierter Art und Weise zu veröffentlichen.

Diese strukturierten und qualitätiv hochwertigen Daten sind für Google Gold wert. Sie fördern die Macht des zentralen Riesen noch weiter. Erst seit wenigen Wochen blendet Google unter dem Namen Knowledge Graph zusätzliche Informationen in die Suchergebnisse ein. Woher diese Informationen kommen, erklärt sich wohl fast von selbst.

Auf den ersten Blick ergbit sich eine Win-Win-Situation:

Auf den zweiten Blick ergibt sich für die Webseiten-Betreiber ergibt dadurch aber eine Zwickmühle.

  1. Je mehr Webseiten Rich Snippets einsetzen, desto weniger fallen einzelne Webseiten in den Suchergebnissen auf.
  2. Die Klickraten werden allein schon dadurch sinken, dass die Suchergebnisse selbst immer öfter die gesuchte Frage beantworten und keine weitere Webseite mehr aufgerufen werden muss.

Google selbst veröffentlicht die auf seinen Webseiten verfügbaren Daten übrigens nicht in strukturierter Form. Google+ oder die Websuche bieten keine Rich Snippets, obwohl Schema.org auch für Suchergebnisse und Personen entsprechende Strukturen anbietet.

Von Wahrscheinlichkeiten und Kernkraftwerken

Wenn man dieser Tage die Talkrunden z.B. die von Maybrit Illner verfolgt, bekommt man den Eindruck, dass sich durch die Ereignisse im Kernkraftwerk Fukushima I, die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls in einem deutschen Atomkraftwerk massiv erhöht habe. Das gefühlte Risiko ist natürlich gestiegen, aber das tatsächliche Risiko eines Unfalls ist selbstverständlich gleich geblieben, solange sich nichts an den Betriebsabläufen in den Kraftwerken geändert hat.

Einzig das Herunterfahren eines Meilers senkt das Risiko eines Unfalls, wobei auch hier zu berücksichtigen ist, dass ein Kernkraftwerk auch nach dem Herunterfahren noch monatelange gekühlt werden muss und bei einem Flugzeugabsturz auf das Hauptgebäude zum Problem werden kann.

Zu einem etwas älteren Beitrag auf Utopia.de schreibt ein Kommentator zu den Risiken eines Atomunfalls in Deutschland.

Nach der offiziellen “Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke – Phase B” kommt es in einem deutschen Atomkraftwerk mit einer Wahrscheinlichkeit von 2,9 x 10^-5 pro Jahr (0,000029/a) zu einem Kernschmelzunfall. [..]

[..] In der Europäischen Union waren Anfang des Jahres 2004 mehr als 150 Atomkraftwerksblöcke in Betrieb. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Europa innerhalb von 40 Jahren zu einem Super-GAU kommt, liegt demnach bei 16 [..].

Ich habe die Rechnung von einer anderen Seite her aufgezogen und mir angesehen einmal angesehen, wie es um das Risiko steht, wenn man die bisherige Zahl der Unfälle mit der Zahl der Kraftwerke vergleicht.

Bisher wurden auf der Welt 507 Atommeiler errichtet, von denen noch 442 in Betrieb sind. Dabei gab es 3 große Unfälle (Three Mile Island, Tschernobyl, Fukushima). Auf den 4. ziemlich unbekannten Fall in der Produktionsanlage Majak verzichten wir in diesem Fall, auch wenn er als einer der größten Unfälle überhaupt gilt. Den ganzen Beitrag lesen

Volker Pispers landet (mal wieder) einen Volltreffer – diesmal zu Guttenberg

Bisher habe ich mich ja nicht zu unserem überaus beliebten Verteidigungsminister zu Guttenberg geäußert. Wenn Volker Pispers sich aber zu jemandem äußert, dann tut er das gründlich. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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