Von Wahrscheinlichkeiten und Kernkraftwerken

Wenn man dieser Tage die Talkrunden z.B. die von Maybrit Illner verfolgt, bekommt man den Eindruck, dass sich durch die Ereignisse im Kernkraftwerk Fukushima I, die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls in einem deutschen Atomkraftwerk massiv erhöht habe. Das gefühlte Risiko ist natürlich gestiegen, aber das tatsächliche Risiko eines Unfalls ist selbstverständlich gleich geblieben, solange sich nichts an den Betriebsabläufen in den Kraftwerken geändert hat.

Einzig das Herunterfahren eines Meilers senkt das Risiko eines Unfalls, wobei auch hier zu berücksichtigen ist, dass ein Kernkraftwerk auch nach dem Herunterfahren noch monatelange gekühlt werden muss und bei einem Flugzeugabsturz auf das Hauptgebäude zum Problem werden kann.

Zu einem etwas älteren Beitrag auf Utopia.de schreibt ein Kommentator zu den Risiken eines Atomunfalls in Deutschland.

Nach der offiziellen “Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke – Phase B” kommt es in einem deutschen Atomkraftwerk mit einer Wahrscheinlichkeit von 2,9 x 10^-5 pro Jahr (0,000029/a) zu einem Kernschmelzunfall. [..]

[..] In der Europäischen Union waren Anfang des Jahres 2004 mehr als 150 Atomkraftwerksblöcke in Betrieb. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Europa innerhalb von 40 Jahren zu einem Super-GAU kommt, liegt demnach bei 16 [..].

Ich habe die Rechnung von einer anderen Seite her aufgezogen und mir angesehen einmal angesehen, wie es um das Risiko steht, wenn man die bisherige Zahl der Unfälle mit der Zahl der Kraftwerke vergleicht.

Bisher wurden auf der Welt 507 Atommeiler errichtet, von denen noch 442 in Betrieb sind. Dabei gab es 3 große Unfälle (Three Mile Island, Tschernobyl, Fukushima). Auf den 4. ziemlich unbekannten Fall in der Produktionsanlage Majak verzichten wir in diesem Fall, auch wenn er als einer der größten Unfälle überhaupt gilt. Den ganzen Beitrag lesen

Volker Pispers landet (mal wieder) einen Volltreffer – diesmal zu Guttenberg

Bisher habe ich mich ja nicht zu unserem überaus beliebten Verteidigungsminister zu Guttenberg geäußert. Wenn Volker Pispers sich aber zu jemandem äußert, dann tut er das gründlich. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Blockade des Castor-Transports in Karlsruhe-Neureut wird geräumt

Nach 4 polizeilichen Aufforderungen zur freiwilligen Räumung der Gleise um 1:03 Uhr, 1:10 Uhr, 1:17 Uhr und 1:20 Uhr wurde die Nachttanzblockade von Atomkraftgegnern auf den Straßenbahngleisen in Karlsruhe-Neureut ab 1:24 Uhr geräumt.

Die Räumung verlief im großen und ganzen friedlich. Die meisten Demonstranten wurden von den Einsatzkräften weggetragen. Berichten zufolge gab es jedoch in der Gefangenensammelstelle einen Einsatz von Pfefferspray.

Die Demonstration war von der Stadt Karlsruhe verboten worden. Auch Eilanträge gegen das Demonstrationsverbot in direkter Umgebung der Gleise wurden von Richtern in Mannheim abgelehnt.

Nutzte Mubarak die 18 Tage um sein Vermögen zu sichern?

The Telegraph berichtet, Hosni Mubarak habe die letzten 18 Tage seiner Amtszeit genutzt, um sein Vermögen zu sichern. Die schweizer Behörden hatten angekündigt, Konten von Hosni Mubarak einzufrieren. Eine Quelle sagte:”And we think their financial advisers have moved some of the money around. If he had real money in Zurich, it may be gone by now.” (Übersetzung etwa:”Und wir nehmen an, ihre Finanzberater haben etwas Geld bewegt. Wenn er wirklich Geld in Zürich hatte, könnte das inzwischen weg sein.”)

Wäre schade für Ägypten, nicht an das Diktator-Geld zu kommen. Wenn die Vermutungen stimmen, könnten fast die kompletten Staatsschulden mit Mubaraks Vermögen abbezahlt werden.

Nächste Einträge →