Kdenlive 0.9.6 auf Ubuntu 12.04 aus dem Repository installieren

Man sollte ja meinen, die Installation einer Software aus den von den Autoren empfohlenen Repositories geht leicht von der Hand. Leider ist dem beim Videoeditor Kdenlive nicht so.

Die Normale Installation läuft so ab:

sudo add-apt-repository ppa:sunab/kdenlive-release
sudo apt-get update
sudo apt-get install kdenlive

Leider führt dieser Befehl in der Praxis zu einem Konflikt, weil im Repository die (nicht empfohlene) Version 0.8.9 von Melt integriert ist, die auf die neuere libmlt6 zugreifen möchte. Die Version 0.9.6 von Kdenlive erwartet jedoch noch libmlt5. Die beiden libmlt* sind leider nicht zueinander kompatibel.

Die Lösung des Problems:

sudo add-apt-repository ppa:sunab/kdenlive-release
sudo apt-get update
sudo apt-get install sudo apt-get install melt=0.8.8-0ubuntu0~sunab~precise1 kdenlive=0.9.6-0ubuntu0~sunab~precise1 libmlt++3=0.8.8-0ubuntu0~sunab~precise1

Auf diesem Weg werden die gewünschten Versionen gewählt und installiert.

 

[Update] Mit Version 0.9.7 wurde das Problem behoben. Jetzt reicht die einfache Installation mit

apt-get install kdenlive

aus.

Große Online-Medien fordern Abschaltung des Werbeblockers

Viele der großen Online-Medien bitten seit heute mit großen Textblöcken über ihren Webseiten um die Abschaltung der Werbeblocker. Mit dabei sind: Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine, Golem, Zeit und auch der Spiegel.

Alle Angebote begründen ihre Forderung nach Abschaltung der Adblocker damit, dass die Finanzierung ihrer Webseiten hauptsächlich aus Werbeerlösen stammt. Außerdem seien die Werbeformate gezielt so gewählt, dass sie wenig stören. Testweise habe ich nun mal den Werbeblocker ausgeschaltet.

Süddeutsche Zeitung

Startseite: Ein Banner, das sich bewegt über dem Hauptartikel.
Artikel: Ein Banner über der ganzen Seite, das sich bewegt. Etwa in der gleichen Größe, wie die Aufforderung den Blocker zu deaktivieren.

Fazit: Es lohnt sich den Adblocker zu aktivieren. Der Platzverbrauch ist in etwa identisch, die Bitte des Chefredakteurs statisch und unbeweglich.

Spiegel

Startseite: Ein großes Wallpaper-Ad mit viel Bewegung und blickendem Effekt.
Artikel: Je nach Artikel mehr oder weniger Banner bzw. Wallpaper-Ads. Fast alle mit Bewegung oder Blinkeffekten.

Fazit: Es lohnt sich den Adblocker zu aktivieren. Der Platzverbrauch ist (auch weil die Bitte der Redaktion noch verkleinerbar ist) ähnlich. Die Ablenkung ist deutlich geringer, weil die Bitte im Vergleich zu den Anzeigen statisch ist.

Zeit

Startseite: Ein großes Wallpaper-Ad mit Blinkeffekten.
Artikel: Blinkendes Wallpaper-Ad oder großes statisches Banner über der Überschrift.

Fazit: Es lohnt sich den Adblocker zu aktivieren. Der Platzverbrauch der redaktionellen Bitte ihn auszuschalten ist zwar hoch, aber es blinkt und bewegt sich nichts.

Frankfurter Allgemeine

Startseite: Ein großes nicht-statisches Banner.
Artikel: Statische Werbung über der Überschrift oder blinkendes Wallpaper-Ad.

Fazit: Es lohnt sich den Adblocker zu aktivieren. Es wird kaum Platz für die Bitte der Redaktion verbraucht, aber sie blinkt nicht.

Golem

Startseite: Seitlich ein Banner mit wechselnden Bildern.
Artikel: Viel Werbung. Über dem Artikel, daneben, sogar im Text blinkende Banner. Zusätzlich statische Google-Ads.

Fazit: Es lohnt sich den Adblocker zu aktivieren. Nur auf der Startseite steht eine statische Bitte, die sich zudem auf etwa halbe Größe minimieren lässt.

Fazit

Es lohnt sich weiterhin den Adblocker zu aktivieren. Die Ablenkung durch blinkende Banner ist nach wie vor groß. Angeblich setzen die Webangebote keine Anzeigen ein, die mit Ton starten oder in großem Umfang Speicher verbrauchen, aber vielleicht lohnt es sich auch kurz über den Kommentar von Frank Rieger nachzudenken:

Fahrplanintegration der AVG-Fahrpläne in Google Transit

Auf Ebene des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) tut sich wohl vorerst noch nichts bezüglich der Integration von Fahrplandaten des ÖPNV in Google Maps. Wie aus Kreisen des KVV zu hören ist, ist jedoch offenbar die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) mit Google in Gesprächen über die Integration ihrer Linien in die Google Maps-Daten bzw. in Google Transit.

Über den Stand der Gespräche und einen Zeitpunkt zur Integration in die Google-Karten wurde keine Auskunft gegeben.

Hintergrund: Nachdem vor einigen Wochen die Deutsche Bahn eine Zusammenarbeit mit Google bekannt gegeben hat, stellte sich schnell die Frage nach der Integration des Nahverkehrs in Google Transit. Erst damit lässt sich die Routenplanung per öffentlicher Verkehrsmittel nämlich wirklich sinnvoll nutzen. Der Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (Naldo) gibt an, seine Daten nicht weitergeben zu wollen. Eine Anfrage bei der Hohenzollerischen Landesbahn ergab völlige Unkenntnis der Verantwortlichen zum Thema.

Die Teilnahme an Google Transit ist für Verkehrsunternehmen eigentlich sehr einfach. Die vorliegenden Daten müssen nur bestimmten maschinell lesbaren Form für den Import gebracht und Google zur Verfügung gestellt werden.

Wifi-Probleme mit Ubuntu 12.04 auf Lenovo Thinkpad X201

Interessanter Effekt auf einem Lenovo Thinkpad X201-Notebook. Nach Installation von Ubuntu 12.04 Precise Pangolin (davor war Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat drauf) bricht ständig die WLAN-Verbindung zusammen. Ihre Geschwindigkeit ist unterirdisch und in nicht reproduzierbaren Abständen geht die Verbindung komplett flöten. Manchmal geht das soweit, dass das Netzwerk-Applet in der Statusbar nach einem Verbindungsabbruch sogar behauptet, die Verbindung sei durch einen Hardware-Schalter deaktiviert.

Nach ein wenig Suchen lässt sich folgendes feststellen: Der Fehler ist bekannt und es gibt einen Bugreport, der bereits fast ein Jahr alt ist. Offenbar hängt der Bug mit dem verbauten Intel Centrino-Wifi-Interface und dem WLAN-Standard IEEE_802.11n zusammen. Eine Korrektur des Fehlers ist wohl im 3.4er Kernel enthalten. Ob es noch einen Backport des Bugfixes gibt, wage ich zu bezweifeln. Immerhin gibt es einen Workaround, der zumindest bei mir Erfolg hatte, er ist aber leider mit dem Nachteil verbunden, die maximale Geschwindigkeit des Funknetzes auf 54 MBit/s und die Reichweite des Netzes zu beschränken.

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