Google+ nach einem halben Jahr
Allen Unkenrufen zum Trotz. Google+ hält sich und wächst. Der Start seit Anfang Juli war fulminant. In nicht einmal 7 Monaten kommt Google+ auf geschätzt 62 Millionen Benutzer bei Wachstumsraten von geschätzten 20 Millionen Benutzern pro Monat.
Viele Fehler anderer sozialer Netzwerke hat Google vermieden. Äußerst zufrieden bin ich, auch nach einem halben Jahr noch, mit der Funktion der Kreise. Es wird kein Druck aufgebaut jemand anderen in einen Kreis einzusortieren, wenn er mich einsortiert hat und es ist einfach Personen mit interessanten Beiträgen zu folgen. Im Moment ist auch das Niveau der Beiträge recht hoch. Das liegt aber vermutlich an der noch geringen Zahl an Nutzern in Deutschland.
Die kleine Nutzerbasis dürfte auch der Grund sein, warum bisher nur wenige große Unternehmen in Google+ vertreten sind. Einige haben bereits eine Seite angelegt, jedoch noch wenig oder nichts gepostet. Das wird sich in nächster Zeit sicherlich ändern.
Noch eine Google+-Meinung
Google+, das neue soziale Netzwerk von Google spaltet die Geister. Die einen reden reden von “nur einem weiteren sozialen Netzwerk“, hübsch anzuschauen, aber halt doch nur eine Kopie von Facebook. Die nennen es den nächsten Facebook-Killer. Das hat man auch schon Diaspora nachgesagt – es kam aber nicht dazu.
Was man auf alle Fälle sagen kann: Google+ entwickelt die Ideen von verschiedenen Sozialen Netzwerken weiter. Man könnte meinen Google hätte eine Runde Barkeeper gespielt und einen neuen Cocktail entwickelt. Das Rezept könnte so aussehen:
- Ein bisschen Facebook als Geschmacks-Basis
- Etwas Twitter, um die Bitternis der “Freunde” mit runden “Kreisen” zu überdecken
- Etwas Skype zur Erweiterung des Geschmackserlebnisses
- Serviert wird das Gemisch an der GMail-Cocktailbar
- Bestellen kann man den Drink nur, wer jemanden kennt, der ihn schon probiert hat. Das macht ihn besonders exklusiv und begehrenswert. Dafür bekommt man ihn dann aber gratis.
Ich habe den Eindruck Google hat hier vieles richtig gemacht. Die Angst der Benutzer vor dem Datenriesen ist genauso begründet wie die Angst vor Facebook, aber man muss berücksichtigen: Google hat unsere Daten ohnehin schon und nutzt sie auch. Den ganzen Beitrag lesen
Datensparsamkeit im Sinne der AOK
Mein Arbeitgeber hat mich bei der Pflichtversicherung angemeldet. – Fälschlicherweise, ich bin nämlich noch Student, von der gesetzlichen Krankenversicherung freigestellt (also bei einer privaten Kasse) und die Studienbescheinigung lag bereits vor. Aber dafür gibt es ja die Möglichkeit der Stornierung sollte man meinen.
Nachdem ich den bereits zweiten Brief erhalten hatte, doch endlich den Fragebogen zur Familienversicherung auszufüllen, beschloss ich dann doch mal bei der AOK anzurufen, um die Sache zu klären. Mir wurde gesagt, ich solle einfach mal abwarten. Wenn das storniert sei, komme da nichts mehr. Macht ja auch Sinn.
Nachdem ich dann vor einigen Wochen vom Arbeitgeber auch die Bestätigung über die Stornierung meiner Anmeldung bekommen habe, bekam ich allerdings erneut einen Brief von der AOK:
“Schicken Sie uns unbedingt innerhalb der nächsten zwei Wochen den Familienfragebogen ausgefüllt zurück – auch wenn Sie keine mitversicherten Angehörigen haben. Danke!”
Also nochmal bei der AOK angerufen. Die Sachbearbeiterin erklärte mir, sie benötige den Fragebogen, damit sie in ihrem Programm einen Haken setzen kann, dass er zurück kam. Auf meine Frage, wozu sie denn die Informationen bräuchte und wie sich das mit der berühmten Datensparsamkeit vereinbaren lasse, wenn ich doch gar kein Versicherter der AOK bin, überstellte sie das Telefonat weiter zu ihrem Teamleiter.
Dieser Teamleiter erklärte mir in ruhigen ausführlichen Worten, dass die Software die Rücksendung des Fragebogens notwendig mache und ich gesetzlich zur Auskunft verpflichtet sei. Das Gesetz dazu konnte er mir leider nicht nennen und stimmte mir sogar zu, dass die Informationen aus dem Fragebogen eigentlich gar nicht benötigt werden. Schließlich kann ich gar keine bei der AOK mitversicherten Angehörigen haben, wenn ich selbst nicht bei der AOK versichert bin. Er empfahl mir den Fragebogen einfach durchzustreichen zu unterschreiben und zurückzuschicken, da ich ja ohnehin keine Kinder hätte.
Ich frage mich jetzt natürlich:
- Bin ich wirklich verpflichtet den Fragebogen auszufüllen, wenn ich keine Krankenversicherung bei der AOK habe?
- Wenn ich das bin, warum reicht es dann einen durchgestrichenen Fragebogen zurückzusenden?
- Warum fordert die Software Informationen, die gar nicht benötigt werden?
Hirtenbarometer
Mancher wird sich über einen Beitrag vor einiger Zeit gewundert haben, der ein oder andere weiß es bereits, getwittert habe ich es schon vor einigen Wochen.
Es ist Zeit für einen Artikel zu unserem Projekt, an dem ich in einem kleinen Team seit einiger Zeit arbeite. Wir haben viel diskutiert und noch mehr entwickelt und sind nun zu einem Zwischenstand gekommen, der aus dem kleinen Kämmerlein hinaus in die weite Welt des Internets darf.
Hirtenbarometer.de ist die erste Internet-Plattform auf der die Arbeit von religiösen Würdenträgern bewertet und kommentiert werden kann. Damit wird ein neuer, direkter Kommunikationskanal zwischen Schäfchen und ihren Hirten geschaffen.
Für einen Dialog auf Augenhöhe, denn auch Gott braucht Feedback.





