Was beim Gläubiger im Soll, ist beim Schuldner im Haben

Spiegel-Online titelt heute:”Deutsche könnten Schulden der Euro-Zone tilgen“.

Dann wird ausgeführt, dass mit den 8,5 Billionen Euro Geld- und Immobilienvermögen mehrfach die Schulden des deutschen Staatshaushalt zurückgezahlt oder eben die gesamten Schulden der Euro-Zone getilgt werden könnten. Aber ist es nicht so, dass ein großer Teil dieses Geldes genau die Schulden der Staatshaushalte sind?

Wenn der Staat Schulden macht, tut er das unter anderem durch die Ausgabe von Wertpapieren, die von privaten Institutionen gekauft werden. Das heißt, der Staat hat dann Schulden und der Privatmann oder die Bank hat Geld angelegt. Eine Bank ist nun natürlich kein Privatmann, aber sie leiht sich ihr Geld unter anderem von den Kunden, die Geld bei ihr angelegt haben und kauft damit dann genau diese staatlichen Wertpapiere. Offensichtlich beruht Aussage des Spiegels also auf einer Milchmädchenrechnung.

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