Jörg Kachelmann macht wieder Wetter – ohne die alten Medien
Meteorologe Jörg Kachelmann ist zurück und zeigt der Welt, wie man sich im Internet vermarktet. Von ganz oben war der Moderator unterstützt von den alten Medien, allen voran Springer, in ein tiefes Loch gestürzt worden. Aber Kachelmann wäre nicht Kachelmann, wenn er es nicht nochmal versuchen würde. Mit anderen, neuen Medien.
Im Moment testet der Wettermoderator Vorhersage-Sendungen über einen eigenen Kanal bei Youtube und die einfache Internetseite wetterkachelmann.wordpress.com. Tägliche Wettersendungen, inklusive 15-Tage-Vorhersage für Deutschland und Schweiz. In den ersten Sendungen wählte er seine Kleidung noch etwas unvorteilhaft, aber bei dem, was die Springerpresse (Kachelmann redet von der “größten anzunehmenden Zeitung“) und News.de draus machen, könnte man glatt meinen, dass sich bereits hier der Medienprofi zeigt. Vom Springer-Verlag (Für die Bild machte Alice Schwarzer Werbung), hat er ohnehin nicht mehr viel zu erwarten mit News.de lag er bereits ebenfalls im Clinch. Was tut der Medienprofi also? – Er gibt ihnen Futter und steuert sie in dem ihm möglichen Rahmen. Er lässt sie über sein neues Projekt berichten, lässt sie es zerreißen und das alte Thema wird schnell vergessen sein. Negativ-Werbung ist auch Werbung. Die Presse nimmt es offensichtlich dankbar an und berichtet.
Wenn man sich die Testvideos so ansieht, möchte man nicht glauben, dass Kachelmann mal bei der ARD vor der Wetterkarte stand, aber genau das macht die Videos sympathisch. Den ganzen Beitrag lesen
Noch eine Google+-Meinung
Google+, das neue soziale Netzwerk von Google spaltet die Geister. Die einen reden reden von “nur einem weiteren sozialen Netzwerk“, hübsch anzuschauen, aber halt doch nur eine Kopie von Facebook. Die nennen es den nächsten Facebook-Killer. Das hat man auch schon Diaspora nachgesagt – es kam aber nicht dazu.
Was man auf alle Fälle sagen kann: Google+ entwickelt die Ideen von verschiedenen Sozialen Netzwerken weiter. Man könnte meinen Google hätte eine Runde Barkeeper gespielt und einen neuen Cocktail entwickelt. Das Rezept könnte so aussehen:
- Ein bisschen Facebook als Geschmacks-Basis
- Etwas Twitter, um die Bitternis der “Freunde” mit runden “Kreisen” zu überdecken
- Etwas Skype zur Erweiterung des Geschmackserlebnisses
- Serviert wird das Gemisch an der GMail-Cocktailbar
- Bestellen kann man den Drink nur, wer jemanden kennt, der ihn schon probiert hat. Das macht ihn besonders exklusiv und begehrenswert. Dafür bekommt man ihn dann aber gratis.
Ich habe den Eindruck Google hat hier vieles richtig gemacht. Die Angst der Benutzer vor dem Datenriesen ist genauso begründet wie die Angst vor Facebook, aber man muss berücksichtigen: Google hat unsere Daten ohnehin schon und nutzt sie auch. Den ganzen Beitrag lesen





