Debütantinnen beim Wiener Opernball ohne Krönchen?

Dem berühmten Wiener Opernball scheint in diesem Jahr ein Skandal zu drohen: Die Debütantinnen treten traditionell im Schnee-weißen Kleid und mit einem Krönchen in den aufwendig gemachten Haaren auf. Dieses Jahr sind Tiaras mit funkelnden Schmetterlingen geplant. Eigentlich hätten diese bereits am gestrigen Sonntag bei den Proben an die jungen Tänzerinnen ausgegeben werden sollen. Leider sind sie  jedoch beim Transport durch Österreich irgendwo verschollen, wie die Chef-Organisatorin Desirée Treichl-Stürgkh wusste. Sie sagte wörtlich:”Es liegt nicht an uns.” Nur nutzen wird das der Sache wenig. Wenn sie bis zum Donnerstag nicht in Wien angekommen sind, wird der Opernball wohl erstmalig ohne diesen Kopfschmuck stattfinden müssen.

Die Eröffnungschoreographie des Wiener Opernballs ist traditionell ein gut gehütetes Geheimnis. Aus gewöhnlich gut unterrichteten Quellen ist jedoch zu hören, dass die diesjährige Choreografin Juanita Hieble erstmals Rauten- und Square-Formationen mit dem in 36 Reihen stehenden Eröffnungskomitee einstudiert hat, um den interessanten Farbwechsel zwischen den weißen Kleidern der Damen und den schwarzen Fräcken der Herren zu erzeugen. Außerdem wird die Eröffnung dieses Jahr von den Wiener Philharmonikern begleitet. Sie werden sich hinter den letzten eingezogenen Debütanten aufbauen.

In den letzten Jahren wurde der Eröffnungswalzer im Kreis getanzt. Auch hier werden sich Änderungen ergeben. Dieses Jahr werden die Paare zwei Quadrate mit jeweils einer äußeren und einer inneren Spur zeichnen, die sich in zwei ineinander liegende Rechtecke auflösen. Die auf der Stelle tanzenden “Fleckerl-Paare” fallen dieses Jahr gänzlich weg.

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