Party gegen die Krise

Die Parallelen der aktuellen Mode und im Konsum-Verhalten zum Ende der 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sind schon erstaunlich.

Sei es in der Kleidung: Wer heute durch die diversen Kleidergeschäfte geht, findet wieder schmale Krawatten, Hüte mit knapper Krempe. Chucks, damals waren sie “Krocketschuh” gerade erst erfunden, sind salonfähig.
Die Damen zeigen Bein, wenn auch umhüllt von Strumpfhosen.

Funktionalität ist modern. Möbel, Alltagsgegenstände und Gebäude wurden in den 20ern durch den “Bauhaus”-Stil geprägt. Auch heute ist wenig Platz für Schnörkel.

Tanzen wie damals scheint wieder in Mode. Im Fernsehen werden Tanz-Shows gezeigt, in denen sich einschlägige TV-Stars einen Wettbewerb liefern. Kann man davon ausgehen, dass die Bevölkerung auch tanzen geht?

Im Film gab es eine Revolution. Erstmal wurde Tonfilm in den Kinos gezeigt. Momentan steht eine ähnliche Revolution bevor: Viele Kinos und Produzenten stellen auf 3D-Filme um.

Und gefeiert wird offenbar auch, als ob es kein Morgen gäbe: Trotz (oder gerade wegen?) der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten, steigen die Mengen an konsumiertem Schaumwein.

Bevor alles unter geht nochmal richtig das süße Leben genießen. Wer weiß, welche Krise uns als nächstes bevorsteht.
Sieht fast so aus, als wiederhole sich die Zeit mit etwas veränderten Vorzeichen.

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