Ein paar Gedanken zum Terrorismus

Das mit dem (islamischen) Terrorismus verstehe ich immer noch nicht ganz.

“Terror” ist das lateinische Wort für “Schrecken”, also ist Terrorismus wohl die Verbreitung von “Angst und Schrecken”. Wikipedia schreibt dazu.

Terrorismus ist keine militärische Strategie, sondern primär eine Kommunikationsstrategie. Terroristen streben zwar nach Veränderungen der bestehenden Ordnung, doch greifen sie nicht militärisch nach Raum (wie z. B. der Guerillero), sondern wollen das Denken besetzen.

Gehen wir mal auf die Methoden ein, mit denen Angst und Schrecken verbreitet wird:

Bomben legen? Sicherlich verbreitet das Angst. Vor allem dort, wo die Bombe gelegt wurde und in der Bekanntschaft der betroffenen. Ohne die Medien, die so einen Anschlag pushen, wäre das einfach nur Mord, Körperverletzung oder Sachbeschädigung.

Ausbilden von Freiheitskämpfern in speziellen Camps? Ja, verbreitet Angst, schließlich gibt es danach Leute, die sich sprengen würden und Bomben legen. Aber auch das verbreitet nur durch die Medien Angst und Schrecken.

Drohvideos auf islamischen Webseiten, die schon öfter Drohungen veröffentlich haben? Ja, Drohungen verbreiten Angst, aber wer kann mir garantieren, dass die Drohungen ernst zu nehmen sind und nicht nur irgendwo intern bei ein paar Radikalen abhanden kamen und jetzt von irgendwem als Propaganda genutzt werden? In der rechten Szene soll es ja auch solche Videos geben. Angst und Schrecken wird erst durch die Medien verbreitet, die eine Plattform bieten.

Gesetze, die gegen den Terrorismus helfen sollen? Ja, auch die sorgen für Angst und Schrecken. Denn plötzlich wird eine Drohung ernst genommen vom (fast) allmächtigen Staat. Und für Gesetze gibt es eine Veröffentlichungsplattform: Die Medien. Zu guter Letzt sorgt ein hartes Gesetz, das in die Privatsphäre eines nur gering Verdächtigten eingreift, dafür, dass ein Bürger den Terror wirklich ernst nimmt. Denn wenn so hart vorgegangen werden muss, müssen die ihm unbekannten Angreifer sicherlich sehr gefährlich sein.

Wir stellen also fest: Angst und Schrecken gibt es erst durch die Medien, die natürlich eine hohe Auflage bzw. viele Zuschauer haben wollen.

Eine andere interessante Frage ist: Wem nutzt dieser “Kampf gegen den Terror”? Den Medien nutzt er, wie man eben gesehen hat. Außerdem nutzt er dem Staat. Er kann ohne große Gegenwehr durch die Bevölkerung Gesetze umsetzen, die es sonst nur in Diktaturen gibt. Sei es die totale Überwachung oder die Möglichkeit Bürger ohne richterlichen Beschluss einzusperren.

Sind wir mal ehrlich: Wer hat bisher durch den internationalen Terrorismus in Deutschland Angehörige verloren? Selbst wenn es mehrere tausend Tote gegeben hätte, wie in den USA am 11. September 2001, wäre das Risiko im Straßenverkehr  sein Leben zu lassen immer noch größer.

Wir stellen fest: Der “internationale Terrorismus” besetzt erfolgreich das Denken in Deutschland. Er schafft es, dass unser Staat die Bürger in den Grundrechten beschneidet, die seine eigene Grundlage sind, und immer mehr in Richtung Diktatur wandert. Die große Gefahr durch Terrorismus ist also nicht, dass wir durch ihn sterben, sondern dass unsere Freiheit eines ihrer Opfer wird.

Kommentare

One Kommentar zu “Ein paar Gedanken zum Terrorismus”

  1. Das Feuer der Enttäuschung | goblor grübelt am February 10th, 2011 22:11

    [...] aufgreift. Er erwähnt den Terrorismus, gegen den gemeinsam gekämpft werden muss. Die Keule des Terrorismus wird bei uns doch auch immer gezogen, wenn man keine Argumente hat. Das einzige was gefehlt hat, [...]

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