Aktien vs. Inflation

Angeregt von den aktuellen Börsenentwicklungen habe ich heute mal nach dem DAX-Verlauf der letzten 50 Jahre gesucht. Gefunden habe ich dabei eine Seite, die verschiedene Indizes der Wirtschaftswelt zusammengetragen hat. Nicht nur Aktien-Indizes, sondern auch Edelmetalle und Getreide.

Aus dem DAX lässt sich etwas sehr interessantes ablesen: Der DAX ist seit 1960 etwa um das 16-fache gestiegen.
Interessant ist das vor allem, wenn man die Inflation dagegen hält: Von 1960 bis 2005 gab es eine Preissteigerung um das 5,1-fache. Das heißt, dass die Firmen heute etwa das dreifache von dem Wert sind, was sie 1960 wert waren.

Noch krasser ist das in Amerika. Der Dow-Jones hat einen Anstieg vom über 30-fachen hingelegt, während die Inflation für etwa 6 Mal so hohe Preise sorgte.

Ich frage mich gerade, wo der Wert dieser Firmen herkommt und ob das berechtigt ist. Darf man das überhaupt so rechnen, wie ich das gemacht habe? Klar, durch Zugänge und Abgänge in den Indizes gab es Ungenauigkeiten aber selbst dann gibt es noch eine große Lücke zwischen der Wertsteigerung und der Inflation.

Ist diese Beobachtung ein Zeichen für die Umverteilung des Geldes von den Bürgern zu den Konzernen oder ist sie ein Zeichen für Umverteilung des Geldes aus anderen Ländern der Welt nach Deutschland und USA?

Es darf spekuliert und damit kommentiert werden. :-)

P.S.: Hätte man vor 50 Jahren in ein Dow-Jones-Portfolio investiert, die Rendite hätte bei rausgerechneter Inflation etwa 3,5% betragen. Eigentlich ist das gar nicht so schlecht.

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