Auch Krankenakten aus Kassel, Offenbach und Hofgeismar für die Öffentlichkeit

Nicht nur Karlsruhe ist betroffen von den veröffentlichten Krankenakten, sondern wohl auch Krankenhäuser in Kassel, Offenbach und Hofgeismar.

In Offenbach ist von 10.000 bis 15.000 Akten die Rede. Hier Zitat aus dem Spiegel-Artikel darüber:

Datenschutzrechtlich höchst bedenklich sei auch der Transport der vertraulichen Akten aus einem Klinikum, sagte Geschäftsführer des FMI (Fachverband für Multimediale Informationsverarbeitung), Achim Carius, in Frankfurt.


Sogar rechtlich bedenklich… Nicht nur, wenn man mit etwas gesundem Menschenverstand drüber nachdenkt.

Ich finds ja irgendwie schon amüsant, dass angeblich ein Mitarbeiter von dieser Firma, die das digitalisieren sollte, das einfach veröffentlichen kann, gleichzeitig aber im Städtischen Klinikum Karlsruhe für die eigenen Mitarbeiter die Rechner dermaßen vernagelt werden, dass man kaum damit arbeiten kann.
In der dortigen Kinderklinik gibt es in der Milchküche z.B. einen Account für die Milchküche und Accounts für jeden einzelnen Mitarbeiter. – Warum es diesen Milchküchen-Account gibt und das nicht über Rechte geregelt wird, verstehe wer will. - Um jetzt vom Mitarbeiter-Account zum Milchküchen-Account umzuschalten muss aus Sicherheitsgründen der Rechner neu gestartet werden, wie mir eine Mitarbeiterin der Milchküche versicherte.
Der Einsatz von jeglicher Art externem Datenträger wird selbstverständlich verhindert und Dateianhänge an E-Mails werden grundsätzlich nicht durchgelassen.

Man vertraut also einer externen Firma offenbar mehr, als den eigenen Mitarbeitern.

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