Linux und die Folgen

Was tut der Computer-affine Mensch, wenn er auf Stochastik lernen sollte und sich absolut nicht dazu aufraffen kann?

Er könnte mit Kumpels einen trinken gehn. Was auch auch immer mal passiert und meistens bleibts dann auch nicht bei “einem”. Erst recht nicht, wenn das Bier im WG-Kühlschrank steht.

Eine andere Möglichkeit ist nach einigen Jahren mal wieder Linux auf dem Desktop auszuprobieren.
Die Distribution der Wahl war bei mir Ubuntu 8.04 und weil ich nicht Partitionen rumschuppsen wollte, hab ich einfach mal die WUPI-Installation getestet. Installierte sich wunderbar und ging auch auf meiner etwas angealterten Maschine zügig von statten. Dann aber gingen die Probleme los:

Viel Spaß beim Installieren eines NForce2-Soundchips. Der hatte den damals (vor über 4 Jahren) revolutionären Soundstorm an Bord. Nur Linux bringt keine anständigen Treiber mit. Zumindest nicht für die S/P-DIF-Schnittstelle, die ich natürlich nutzen möchte. Fritsch hat mit einiger Zeit Aufwand immerhin ein Stereo-Signal hinbekommen, aber das ist meiner Anlage nicht würdig. :-)

Dann habe ich entdeckt, dass es einen NForce2-Treiber von Nvidia gibt. Das ist eigentlich ja schön, noch schöner wärs jedoch, wenn er nicht Closed-Source wäre und Pulse-Audio unterstützen würde. Der Treiber basiert nämlich leider noch auf dem veralteten Audio-Standard OSS. Inzwischen hab ich also ordentlichen Sound (sogar Flash-Filmchen haben Ton), aber ohne Pulse-Audio und mit uralten nichtfreien Treibern.

Wie man das Ganze installiert, erzähl ich demnächst mal, da gibts aber ein prima funktionierendes Tutorial in nem Hilfeforum. Hab jetzt keine Lust zu suchen.

Ansonsten bootet inzwischen Linux als Standard-System. Für das, was ich aktuell mache, kann es alles. Musikhören geht eindeutig besser, im Internet surfen macht auf Flashseiten wegen regelmäßiger Abstürze aber noch immer wenig Spaß. Den Vorteil mit der Konsole geschickt und schnell auf Server zu kommen genieße ich sehr, Putty funktioniert unter Windows zwar hervorragend, ist aber nicht so komfortabel.

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