Kinder braucht das Land

Deutschland ist (mal wieder) Schlusslicht. In der ganzen EU werden nur in Griechenland, Spanien und Italien weniger Kinder geboren als bei uns (sagt zumindest die Tagesschau). Gleichzeitig haben wir jedes Jahr mehr Rentner, die eine dicke Rente erwarten, sie haben schließlich ihr ganzes Leben über in die Rentenkasse eingezahlt.

Wer wird das Opfer sein? Nicht die Rentner, das ist sicher. Schließlich stellen sie 20% der Wähler und die Partei, die sichs mit ihnen verscherzt, wird mit Sicherheit keine Mehrheit erlangen. Die Generation der jetzt 20- bis 40-jährigen wirds als erste voll treffen. Nicht nur, dass sie bis zum Alter von 67 Jahren arbeiten müssen, sondern jeder von denen muss auch noch alleine einen Rentner in dieser Zeit finanzieren. Der Rentensatz soll unter 20% des Bruttoeinkommens bleiben. Kann mir mal einer verraten wie das gehen soll? Der Durchschnittsverdiener verdient doch Brutto keine 4000 Euro im Monat.

Aber es ist ja schön, dass die Jungen wenigstens in einer Sache mehr bekommen. In der Arbeitszeit. Schon heute müssen die jungen Müllmänner in Wilhelmshafen 2 Stunden länger arbeiten als ihre älteren Kollegen, die auf dem gleichen LKW mitfahren, berichtete Frontal21 kürzlich. Dabei bekommen sie natürlich weniger Lohn, denn sie sind privat bei einem Tochterunternehmen der Stadt angestellt. Zudem ist ihre Rentenvorsorge schlechter, als bei den altgedienten Müllmännern.

Was ist die Lösung für diese Probleme? Kurzfristig gibts nur eine: Rentenkürzungen, aber das vermittle man aber mal unseren Senioren. Klar kann man schlecht bei der armen Oma, die sich nicht traut bei ihrer niedrigen Rente die ihr zustehenden Hilfen vom Sozialamt in Anspruch zu nehmen, kürzen. Andererseits muss man sich aber fragen, ob es notwendig ist, dass sich Rentner, die keine Kinder haben einen Daimler aus dem laufenden Geld vor die Tür stellen können. Bei der Mutter, die drei Kinder großgezogen hat, reicht die Rente nämlich nicht um halbwegs leben können und sie muss auf das Ersparte zurückgreifen, das sie nicht haben kann, schließlich sind Kinder nicht billig.

Es ist dringend eine Umverteilung nötig. Kinder dürfen die Familien nicht mehr so viel kosten und die Kindererziehung muss endlich mehr Wert sein in der Rentenberechnung, sonst müssen die wenigen Kinder, die wir haben, noch mehr leisten. Auch noch ihre Eltern versorgen, obwohl sie schon in die Rentenkasse einzahlen und für sich selbst vorsorgen sollen.

Ja, es sind schwere Zeiten.

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