Youtube-Disko – Party-DJ ohne eigene Plattensammlung

Sieht nicht nur simpel aus, ist auch so einfach. Wer auf der eigenen Party Musik spielen wollte, brauchte früher eine ordentliche Anzahl an Platten, später Bändern und CDs. Zwischenzeitlich wanderte die Musiksammlung in den Computer und verlangte nur noch nach einer großen Festplatte. Inzwischen genügt die Kenntnis der Songtitel oder Interpreten. Gewiefte Programmierer haben Youtube mit einem Crossfader kombiniert. So können zwei (Musik-)Videos abgespielt und ihre Tonspur kombiniert werden.

Der Service Youtube-Disko besteht seit 2010 und funktioniert ganz ordentlich. Voraussetzungen sind natürlich eine gute Internet-Verbindung und ein Rechner, der die Musik abspielt.

In Deutschland besteht allerdings noch ein entscheidender Nachteil. Solange Gema und Youtube sich nicht auf einen Abspiel-Tarif einigen, lassen sich eine Menge Lieder einfach nicht abspielen. Aber auch hier gibt es inzwischen Abhilfe. Zum Beispiel das Browser-Plugin Stealthy für Firefox und Chrome, das den Internet-Verkehr über ausländische Proxy-Server umleitet und damit die IP-Sperren von YouTube umgeht.

Google+ nach einem halben Jahr

Allen Unkenrufen zum Trotz. Google+ hält sich und wächst. Der Start seit Anfang Juli war fulminant. In nicht einmal 7 Monaten kommt Google+ auf geschätzt 62 Millionen Benutzer bei Wachstumsraten von geschätzten 20 Millionen Benutzern pro Monat.

Viele Fehler anderer sozialer Netzwerke hat Google vermieden. Äußerst zufrieden bin ich, auch nach einem halben Jahr noch, mit der Funktion der Kreise. Es wird kein Druck aufgebaut jemand anderen in einen Kreis einzusortieren, wenn er mich einsortiert hat und es ist einfach Personen mit interessanten Beiträgen zu folgen. Im Moment ist auch das Niveau der Beiträge recht hoch. Das liegt aber vermutlich an der noch geringen Zahl an Nutzern in Deutschland.

Die kleine Nutzerbasis dürfte auch der Grund sein, warum bisher nur wenige große Unternehmen in Google+ vertreten sind. Einige haben bereits eine Seite angelegt, jedoch noch wenig oder nichts gepostet. Das wird sich in nächster Zeit sicherlich ändern. Den ganzen Beitrag lesen

Jörg Kachelmann macht wieder Wetter – ohne die alten Medien

Meteorologe Jörg Kachelmann ist zurück und zeigt der Welt, wie man sich im Internet vermarktet. Von ganz oben war der Moderator unterstützt von den alten Medien, allen voran Springer, in ein tiefes Loch gestürzt worden. Aber Kachelmann wäre nicht Kachelmann, wenn er es nicht nochmal versuchen würde. Mit anderen, neuen Medien.

Im Moment testet der Wettermoderator Vorhersage-Sendungen über einen eigenen Kanal bei Youtube und die einfache Internetseite wetterkachelmann.wordpress.com. Tägliche Wettersendungen, inklusive 15-Tage-Vorhersage für Deutschland und Schweiz. In den ersten Sendungen wählte er seine Kleidung noch etwas unvorteilhaft, aber bei dem, was die Springerpresse (Kachelmann redet von der “größten anzunehmenden Zeitung“) und News.de draus machen, könnte man glatt meinen, dass sich bereits hier der Medienprofi zeigt. Vom Springer-Verlag (Für die Bild machte Alice Schwarzer Werbung), hat er ohnehin nicht mehr viel zu erwarten mit News.de lag er bereits ebenfalls im Clinch. Was tut der Medienprofi also? – Er gibt ihnen Futter und steuert sie in dem ihm möglichen Rahmen. Er lässt sie über sein neues Projekt berichten, lässt sie es zerreißen und das alte Thema wird schnell vergessen sein. Negativ-Werbung ist auch Werbung. Die Presse nimmt es offensichtlich dankbar an und berichtet.

Wenn man sich die Testvideos so ansieht, möchte man nicht glauben, dass Kachelmann mal bei der ARD vor der Wetterkarte stand, aber genau das macht die Videos sympathisch. Den ganzen Beitrag lesen

Noch eine Google+-Meinung

Google+, das neue soziale Netzwerk von Google spaltet die Geister. Die einen reden reden von “nur einem weiteren sozialen Netzwerk“, hübsch anzuschauen, aber halt doch nur eine Kopie von Facebook. Die nennen es den nächsten Facebook-Killer. Das hat man auch schon Diaspora nachgesagt – es kam aber nicht dazu.

Was man auf alle Fälle sagen kann: Google+ entwickelt die Ideen von verschiedenen Sozialen Netzwerken weiter. Man könnte meinen Google hätte eine Runde Barkeeper gespielt und einen neuen Cocktail entwickelt. Das Rezept könnte so aussehen:

Ich habe den Eindruck Google hat hier vieles richtig gemacht. Die Angst der Benutzer vor dem Datenriesen ist genauso begründet wie die Angst vor Facebook, aber man muss berücksichtigen: Google hat unsere Daten ohnehin schon und nutzt sie auch. Den ganzen Beitrag lesen

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